jpg
Paris: der verhüllte Triumphbogen von Christo

Paris: der verhüllte Triumphbogen von Christo

Frankreich. Der verhüllte Triumphbogen von Paris. Im posthumen Projekt von Christo und Jeanne-Claude, wurde der lebenslange Traum des Verhüllungskünstlers und seiner Frau verwirklicht und der Arc de Triomphe verhüllt. Urbanauth war für euch vor Ort!

Der verhüllte Triumphbogen von Christo: Über das Bauwerk

Gefürchtet von Autofahrern, geliebt von Touristen. In der Mitte eines riesigen, mehrspurigen Kreisverkehrs steht der Arc de Triomphe.

Der Arc de Triomphe ist ein Monument in Paris. 1806 begann unter Napoleon den 1. die Bauarbeiten. Die Fertigstellung sollte dabei über 30 Jahre dauern. Der Architekt Jean-Francois Chalgrin erdachte dieses Meisterwerk von ungefähr 50 Metern Höhe, 45 Metern Länge und 22 Metern Breite. Doch zu seinem Tode erstreckte es sich erst auf fünf Meter. Zwischenzeitlich musste die Baustelle auf Eis gelegt werden. Schlussendlich wurde der Triumphbogen 1836 fertiggestellt. In den urbanistischen Bedenken von Haussmann wurde der Triumphbogen zu einem zentralen Ort, zu welchem manche der ikonischsten Boulevards der französischen Hauptstadt führen.

Ursprünglich als Siegestor für die gewonnene Schlacht von Austerlitz konzipiert, wird der Arc de Triomphe inzwischen dazu genutzt, den Sieg im 1. Weltkrieg zu kommemorieren. 1920 wurde das „Grab des unbekannten Soldat“ eingeweiht. Ab 1923 wird dort die „Flamme du Souvenir“ („Flamme des Erinnerns“) entzündet. Der Arc de Triomphe ist ein Wahrzeichen des französischen Nationalstolzes. Während den Ausschreitungen in 2018 der Gilets-Jaunes-Bewegung kam es zu Bauschäden am Monument. Nun, 2021 wurde das Monument komplett verhüllt!

Das posthume Projekt von Christo: der verhüllte Triumphbogen

Verhüllte Triumphbogen arc de triomphe Paris by christo und Jeanne-Claude 2021 Frankreich Verhüllungskunst Kunst Urbane Kultur

Christo welcher am 31. Mai 2020 in seiner Wohnung in New York City verstarb, hatte mit seiner Frau Jeanne-Claude einen letzten Traum. Den Arc de Triomphe von Paris zu verhüllen. Diese Idee kam ihnen bereits 1961 und wurde kontinuierlich fortgeführt. 2019 erhielt Christo sogar vom französischen Präsidenten Macron grünes Licht für die Umsetzung. In dem posthumen Projekt wird der Wunsch des Künstlers vom 18. September bis zum 3. Oktober 2021 realisiert. Für Christo und Jeanne-Claude war es immer wichtig, ihre Kunst frei und für alle zugänglich zu machen. Dies ist ihnen mit ihrem posthumen Projekt gelungen.

Der Arc de Triomphe wurde in 25.000 m² recycelbarem blau-silbernem Polypropylengewebe gehüllt. Die Kosten des Projektes wurden dabei ausschließlich durch Eigenfinanzierung und ohne öffentliche Gelder finanziert. Hierzu wurden unter anderem Werke von Christo verkauft. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 14 Millionen Euro und ungefähr 1000 Menschen waren in der Umsetzung involviert. Nichtsdestotrotz bleibt die Aktion dennoch umstritten.

Federführend hinter der Umsetzung des posthumen Projektes ist Vladimir Yavachev. Für ihn ist
das Herzstück von Christos und Jeanne-Claude’s Arbeit, eine, die der „reine Ausdruck ihrer Freiheit“ ist. Das Projekt wurde mithilfe der Stadt von Paris und dem Centre Pompidou umgesetzt.

verhüllte Triumphbogen arc de triomphe Paris by christo und Jeanne-Claude 2021 Frankreich Verhüllungskunst Kunst Urbane Kultur
Der verhüllte Triumphbogen von Paris by Christo und Jeanne-Claude (Foto: Urbanauth / VGO / 2021)

Christo’s Vorstellung vom verhüllten Triumphbogen beschrieb er wie folgt:Es wird wie ein lebendiges Objekt sein, das sich im Wind bewegt und das Licht reflektiert. Die Falten werden sich bewegen und die Oberfläche des Denkmals wird sinnlich werden. Die Menschen werden den Arc de Triomphe anfassen wollen.

Für die regierende Bürgermeisterin von Paris Anne Hidalgo ist das Werk eine Hommage an den kreativen Prozess und an die künstlerische Freiheit, die die traditionellen Grenzen der Bildhauerei und der Architektur überschreiten, um ein lebendiges Kunstwerk zu schaffen, das für jeden zugänglich ist.

„Das Projekt ist zu Ende!“: Christo’s und Jeanne-Claude’s posthumes Projekt ist zu Ende. Die letzten Installationen wurden entfernt und der Triumphbogen ist wieder gänzlich enthüllt. (Foto: Urbanauth / VGO / 2021)

Wirken und Schaffen von Christo und Jeanne-Claude

Der Künstler Christo ist 1935 in Gabrovo, Bulgarien geboren. Sein Leben ist von Reisen geprägt. So brachte ihn sein Weg unter anderem nach Prag, Wien, Genf, Paris und schlussendlich New York. In Paris lernte er seine Frau Jeanne-Claude Denat de Guillebon kennen. 2009 verstorben, spielte sie eine wichtige Rolle im Leben und Schaffen von Christo.

Die Verhüllung von Objekten, als Form urbaner Kunst. Christos Projekte wollten das Monumentale verdecken. Wenn auch nur zeitlich begrenzt, aber das Große musste sich dem Blick entziehen. Seine erste Installation mit seiner Frau Jeanne-Claude verwirklichte er 1961 in Köln („Dockside Packages“ & „Stacked Oil Barrels„). Eine seiner ersten Arbeiten, welche Aufmerksamkeit erlangte war die „Wall of Oil Barrels – The iron curtain“ in der Rue Visconti in Paris (1961-1962). Nach erfolglosem Versuch eine Genehmigung von den Behörden zu erhalten, wird das Projekt illegal durchgeführt. Mit Öltonnen errichtet Christo eine Barrikade auf einer Straße. Nachfolgend eine Liste der wichtigsten Werke von Christo und Jeanne-Claude:

  • „Wrapped Coast“ in der Nähe von Sydney (1968-1969)
  • Alley Curtain“ in Colorado (1970–72)
  • Running Fence“ in California (1972–76)
  • Surrounded Islands“ in Miami (1980–83)
  • The Pont Neuf Wrapped“ in Paris (1975–85)
  • The Umbrellas“ in Japan and California (1984–91)
  • Wrapped Reichstag“ in Berlin (1972–95)
  • The Gates“ im Central-Park von New York City (1979–2005)
  • The Floating Piers“ in Italien Iseo-See (2014–16)
  • The London Mastaba“ auf dem „Sepertinne“ von London (2016–18)
Paris und der französische Urbanismus von Haussmann

Paris und der französische Urbanismus von Haussmann

In Paris ist der Urbanismus in seiner historischen sowie zeitgenössischen Handhabung auf das Wirken einer Person zurückzuführen. In Frankreich unternahm der Baron Georges-Eugiène Haussmann (1809-1891) das ambitionierte Infrastrukturprojekt Paris zu restrukturieren. Der von 1853 und 1870 als Präfekt der Stadt regierende Baron unternahm dabei die Herkulesaufgabe, die französische Hauptstadt zu einer einheitlichen Metropole zu formen. Er verkörpert dabei die Wendezeit einer Stadt zwischen Mittelalter, Renaissance und dem sich entwickelnden Industriezeitalter… und setzte einen Grundstein für die Stadtplanung “à la francaise”. Ihm sind unter anderem die ikonischen Straßenzüge, Boulevards und Hausfassaden von Paris zu verdanken. Doch was prägte die stadtplanerischen Bedenken dieser Zeit und welchen Einfluss übten diese auf die Architektur aus?

In Paris: der französische Urbanismus „à la francaise

Paris, französische Urbanismus, Haussmannische Fassade in Beige an einer Straßenkreuzung, 8ème Arrondissement, Frankreich, Baron Haussmann
Paris heutzutage: Neben den Haussmann’schen Fassaden, blieben die großen Verkehrsachsen aus seiner Zeit erhalten. Im Bild: eine Straßenkreuzung im 8. Arrondissement von Paris. (Urbanauth / VGO / 2021)

Die Schwerpunkte zur Zeit von Hausmann lagen dabei auf Sicherheit, Verkehr und Hygiene. Zum einen verschwanden die engen Straßen und machten Platz für Transportachsen. Damit sollten Aufstände und Unruhen innerhalb des Stadtgebietes erschwert werden. Zum anderen sollte dieser Eingriff die hygienischen Lebensbedingungen in Paris verbessern und durch die Erweiterung der Kanalisation und Schaffung von Grünflächen die Ausbreitung von Krankheiten verhindert werden. Die grünen Lungen von Paris, welche das Bois de Boulogne und der Parc de Vincennes sind, wurden zu dieser Zeit in den Stadtraum integriert.

Der französische Urbanismus: Haussmanns Einfluss auf die Baukultur von Paris

Als räumliche Unterscheidung dient die Unterteilung von rechts und links der Seine, dem Fluss der Paris durchfließt. Die Straßenzüge und Boulevards wurden zu einer netzartigen Struktur umgeordnet. Diese fungieren seitdem als Verbindungspunkte zwischen den wichtigen Orten, wie öffentlichen Plätzen, Parks und Monumenten. Die breiten Boulevards ermöglichten dabei auch den unterirdischen Bau der Katakomben und Kanalisationsanlagen. Später vereinfachten sie den Bau der Metrotunnel. Zwischen 1852 und 1868 wurden dabei bis zu 18.000 Gebäude zerstört und 60 Prozent der Stadtfläche wurde umgestaltet.

Die Architekturstile, die in der Haussmann-Ära entstanden sind, werden dabei in drei wesentliche Epochen unterteilt. Zwischen 1850 und 1870 entstanden die klassichen Haussmann’schen Gebäude. Sie waren vier bis fünf Stockwerke hoch und wurden im Laufe der Epoche auf sechs erweitert. Ab diesem Zeitpunkt begannen die Architekten ihre Bauwerke zu signieren. Der Post-Haussman’sche Stil von 1870 bis 1895 wurde von urbanen Unruhen begleitet. Die Fassadengestaltung blieb funktionell und nur nützliche Strukturen wurden erhalten. Ab dem Beginn der 90er zeichnet sich der Architekturstil wieder zunehmend durch seinen Detailreichtum aus. Schlussendlich leitete sich mit der Wende ins 20. Jahrhundert (1895-1914) auch das Ende der Haussmann’schen Ära ein.

Späthaussmann’sches Gebäude: Von dem Architekten J. Lesueur in 1877 errichtet, ist die Außenfassade bescheiden gehalten. Das Gesims über dem Hauseingang beeindruckt durch seine kreative Ausarbeitung. (Urbanauth / VGO / 2021)

Die großflächige und orchestrierte Entwicklung von großen Flächen ist zu einer französischen Spezialität geworden. Urbanauth hatte in seinem Artikel über das frisch fertiggestellte ökologische Stadtviertel Clichy-Batignolles im Norden von Paris bereits darauf hingewiesen. Aber auch der Bau der Ringautobahn, dem Péripherique in den 60er, 70er und 80er-Jahren verlangte eine großflächige Auseinandersetzung, um den steigenden Bedarf an Mobilität nachzukommen.

Anekdote: Vom Höhenflug in die Imobilienblase

1873 trat die Ernüchterung mit einer Immobilienblase ein. Die gestiegenen Wohnkosten führten zum Fortzug der Arbeiter aus dem Zentrum. Und auch der niedergeschlagene Aufstand der Pariser Kommune von 1871, hatte seine Wunden hinterlassen. In Folge der Blutwoche „la semaine sanglante“ wurde die Stadt mithilfe der Preußen zurückerobert. Die Geschehnisse um die Pariser Kommune entstand dabei infolge einer sich verändernden Umgebung, aber auch den sozialen Ungerechtigkeiten und Hungersnöten dieser Zeit. Bleibende Errungenschaften war die Teilnahme der Frauen im politischen Diskurs und Bünden. Revolutionärinnen, wie die Lehrerin Louise Blanc und andere Mitstreiterinnen, legten dabei wichtige Grundsätze für die Frauenrechte und ihrer Emanzipation von der industriell -patriarchen Gesellschaft.

Das Lycée Chaptal im 8.ten Arrondissement von Paris entstammt dem Ende der klassichen Haussmann’schen Epoche. Zwischen 1866 und 1876 vom Architekten Eugiène Train erdacht, wurde das Gebäude erst nach Ende der französischen Kommune vollendet. Über den Skulpturen steht in Goldinsignien Industrie und Wissenschaft (links), sowie Handel und Künste (rechts). (Urbanauth / VGO / 2021)

Im aktuellen Zeitgeschehen traten die steigenden Mieten und sozialen Ungleichheiten der französischen Gesellschaft mit der Sozialbewegung der „Gilets-Jaunes“ wieder in den Vordergrund. Zugleich befindet sich die Hauptstadt Frankreichs vor der Schwelle zum großen Paris, dem „Grand-Paris„. Die olympischen Spiele 2024 wirken dabei als Katalysator mit der Fertigstellung von neuen Bahnhöfen, Wohngebäuden und Sporteinrichtungen. Im Fokus der stadtplanerischen Bedenken: Mobilität, Dichte und Lebensstandards. Die Entwicklungen sind im vollen Gange und das Stadtbild im raschen Wandel.

Haussmanns Plan, die Stadt nach innen sicherer zu machen, ist umstritten. Dennoch leistet er einen wichtigen Beitrag zur Modernisierung der Metropole und dessen einsetzende Urbanisierung. Ohne den Baron Haussmann würde Paris nicht so aussehen, wie es dies heute tut! Doch wie sieht die Hauptstadt Frankreichs morgen aus?

Literaturquellen: Grundbegriffe der Ästhetik (Urbanismus), Historisches Wörterbuch in sieben Bänden, Band 6. Herausgegeben im Verlag J.B. Metzler unter der Leitung von Dieter Kliche. 978-3-476-02359-9

Rom: Ein Besuch in den Vatikanischen Museen

Rom: Ein Besuch in den Vatikanischen Museen

Rom glänzt: Es ist das letzte Novemberwochende, sonnig und warm. Die Stadt rüstet sich für die kommende Weihnachtszeit mit Lichterketten und Tannengrün. Maronenverkäufer konkurrieren mit Eiscafés und locken mit winterlicher Dekoration Kundschaft an. Rom gehört für ein paar Wochen seinen Bewohner*innen. Die Touristenströme konzentrieren sich auf die in Reiseführern und einschlägigen Online-Foren genannten Orte: Piazza Navona, Trevi Brunnen, Spanische Treppe. Selbst der Park der Villa Borghese ist trotz angenehmen 20 Grad, fast leer. Nur wenige Bänke sind besetzt und in den entlegeneren Ecken des Parks trifft man nur wenige Menschen. Andere Sehenswürdigkeiten werden geputzt oder restauriert. Selbst der Trevi-Brunnen, um den sich auch im November die Menschenmassen scharren, ist ‚under construction‘.

Der Vatikan: eine Stadt in der Stadt (Urbanauth / AK / Rom / 2019)

Rom im November ist eine gute Zeit, um eines der touristischen Höhepunkte einmal genauer unter die Lupe zu nehmen: die Vatikanischen Museen. Die Bewegung des Stroms der Besucher richtet sich auf die Sixtinische Kapelle, dem kunsthistorischen und spirituellen Zentrum der Museumsanlage und zugleich Symbol der Macht der Kardinäle. Hier findet das Konklave statt, die Wahlversammlung, in der ein neuer Papst bestimmt wird. Dem zweiten Papst Julius II. verdankt die sixtinische Kapelle ihre künstlerische Ausgestaltung. Er war es, der Michelangelo nach Rom holte und ihn beauftragte, die Decke der Sixtinischen Kapelle auszuschmücken. Vier Jahre lang arbeitete Michelangelo an den Fresken, fünf Millionen Menschen besuchen jährlich seine Arbeit, in dessen Zentrum die Darstellung Gottes steht, der dem ersten Menschen Adam über die Berührung mit seinem Zeigefinger das Leben gibt.

Doch bevor die Sixtinische Kapelle erreicht wird, gilt es etliche Wegstrecken zurückzulegen. Der direkteste Weg führt vom Eingang über drei Galerien mit Marmorstatuen, Tapeten und Landkarten. Insbesondere letztere Galerie lohnt, dort etwas zu verweilen. An den Wänden hängen Landkarten mit den Regionen Italiens von Ignazio Danti, der diese 1580-83 gemalt hat. Die detaillierte und sorgfältige, topographische Darstellung lädt zum Staunen ein. Schon hier stauen sich die Besuchergruppen, Guides erläutern die Karten.

Angelangt in der Sixtinischen Kapelle stehen die Menschen dicht an dicht, ein Gewirr aus unterschiedlichsten Stimmen ist zu hören. Ein Priester hält im Gewimmel eine Andacht für eine Gruppe. Fotografieren ist hier nicht mehr erlaubt und es wird um Andacht und Stille gebeten. Ab und an ruft eine Stimme über ein Megaphon silenzio per favore; silence please; silence si vous plait, was kaum jemand zu beeindrucken erscheint. Sich angesichts des Schwarms von Menschen auf die Bilder einzulassen, fällt schwer. Wie die Kapelle wohl wirkt, wenn nur die Kardinäle an den Wänden sitzen oder man allein darin stünde? Was, wenn die Besucher*innen ihre Handys abgeben müssten und es ein Schweigegebot geben würde?

Könnte man nicht die von der Künstlerin Marina Abramović entwickelten Methode, Kunstschätze zu betrachten, anwenden? Wie wäre es, wenn alle Besucher*innen, bevor sie in die Sixtinische Kapelle eintreten, den Übergang vom weltlichen Museum zum Sakralraum auch physisch erleben würden – durch das Ausziehen der Schuhe, die Abgabe von Mobiltelefonen. Wie würde sich die Wahrnehmung der Menschen und die Atmosphäre des Raumes verändern, wenn jede*r ohne zu Reden, ohne Verbindung zu externen Informationen über Apps oder einen Guide, sich für eine Zeit lang mit allen Sinnen in ein Bild, ein Fresko versenken würden. So aber ist jede*r Besucher*in Teil eines summenden Bienenschwarms. Die Wahrnehmung folgt den Regeln des Schwarms. Vielleicht wiegt für den einen oder anderen, der Gedanke an die Möglichkeit, die Bilder im Internet im virtuellen Rundgang nochmals sehen zu können, die Einschränkungen, die Sixtinische Kapelle und ihre Gestaltung zu betrachten, auf.

Von den ‚Stanzen des Raffael‘ über das Etruskische Museum zur zeitgenössischen Kunst

Alt und staubig? Das etruskische Museum im Vatikan (Urbanauth /2019)

Nach dem Besuch warten weitere Museen und Galerien auf die Besucher*innen. Das Spektrum der Sammlungen ist breit, vom Ethnologische Museum zu einem Museum für Kutschen und weiteren Gemäldegalerien.

Ein anderes ‚must see’ ist in wenigen Metern nach der Sixtinischen Kapelle zu erreichen: die sog. „Stanzen des Raffael“. In vier Räumen kann man zentrale Werke der Kunstgeschichte betrachten. Raffael schuf parallel zu Michelangelo Werke, die als wegweisend für die Entwicklung der Malerei gelten, wie die Fresko-Darstellung der „Schule von Athen“. Auch hier ballen sich nochmal die Besucher*innen. Auffällig ist in den Zimmern des Raffael, was in anderen Museen nochmals deutlicher wird: Erläuterungen zu den Bildern sind äußerst knapp gehalten, der Erhalt und die Restaurierung der Sammlung scheint Vorrang vor Überlegungen zu einer zeitgemäßen, die Ausstellungsstücke begleitend-kommentierenden Präsentation zu haben.

Das Etruskische Museum, in das sich im Gegensatz zu Sixtinischer Kapelle und den Stanzen des Raffael nur weniger Besucher*innen verirren, wartet mit einer Fülle von Vitrinen auf. In diesen sind die Fundstücke aus Grabungen im antiken Etrurien eingelagert. Informationen findet man hier kaum. Die Vitrinen machen den Eindruck eines Lagers aus Töpfen, Vasen, Geschirr und anderen Gegenständen. Wie die Fülle der Ausstellungsstücke dorthin gekommen ist, welche Bedeutung sie haben, ist aus den wenigen Informationstafeln nicht zu entnehmen. Nur in Einzelfällen finden sich erläuternde, an die Wand geheftet Papiere, die offenkundig schon seit mehreren Jahrzehnten dort hängen. Auch hier gibt letztlich nur ein mitgebrachter Reiseführer, der Audioguide oder die Internetseite etwas mehr Informationen. Es bleibt der Eindruck eines Sammellagers für antike Gegenstände, deren Einordnung, Bewertung und Auswahl noch aussteht.

Zeitgenössische Kunstwerke in der Vatikanstadt

Robert Almagno: Der Atem der Gedanken / Vatikanische Museen (Urbanauth/ 2019)

Neugierig macht schließlich die Sammlung für zeitgenössische Kunst, das Jüngste der Vatikanischen Museum. Initiiert von Papst Paul VI. soll hier die Auseinandersetzung von zeitgenössischen Künstlern zur Religion befördert werden. Nach welchen Kriterien die Auswahl zustande gekommen ist, bleibt offen.

Die Sammlung beginnt mit Werken aus dem 19. Jahrhundert und endet mit neu angekauften Werken aus dem 21. Jahrhundert. Dass sich jemand dafür interessieren könnte, nehmen die Kurator*innen wohl nicht an; so lieblos wurde noch nie ein Henri Matisse aufgestellt und nirgendwo anders laufen so viele Menschen achtlos an Werken von Gabriele Münter, Paul Klee, Francis Bacon und anderen vorbei. Auch die Wärter scheinen nicht davon auszugehen, dass sich jemand für diese Sammlung interessiert. Eine Stunde vor Schließung wird bereits hinter einzelnen Besucher*innen abgesperrt. Traut man dem kontemplativ-religiösen Wert eines Otto Dix dann doch nicht?

Was bleibt nach dem Besuch? Für mich persönlich, die Wucht der Bilder Michelangelos, denen auch ein vielstimmiger Schwarm aus Menschen nichts anhaben kann, aber auch eine Installation von Robert Almagno von 2017 mit dem Titel: Il respirio del pensiero (The breath of thought), dessen langezogene Wellen aus Stahl bilden geradezu eine Aufforderung: inne zu halten, sich Zeit zu nehmen und mit dem eigenen Auge, ohne die Handykamera, die Dinge zu betrachten. Es bleibt aber auch der Eindruck der mangelnden Sorgfalt im Hinblick auf die Präsentation der Sammlungen in einzelnen Museen. Diese hinterlassen einen schalen Beigeschmack angesichts der offensichtlichen Notwendigkeit, Teile kuratorisch zu überarbeiten und ihre Präsentation dem Wissensstand des 21. Jahrhunderts anzupassen.

Einen Überblick über die Museen findet man auf der offiziellen Seite der Vatikanischen Museen. Die Öffnungszeiten der Vatikanischen Museen und der sixtinischen Kapelle sind hier zu finden.

Weekly Urbanauth 40: Exportgut französische Kultur, Unruhen in Hong Kong und weltweite Klimaproteste

Weekly Urbanauth 40: Exportgut französische Kultur, Unruhen in Hong Kong und weltweite Klimaproteste

Die wichtigsten News auf einen Blick – Unsere halbmonatliche Presserevue der Kalenderwoche 40. Diese Woche: Viel urbane Kultur aus Frankreich und ein Interview mit dem Stadtplaner Richard Sennet. Außerdem Nestkampf auf Kölns Schälsick-Seite, Extinction Rebellion in den Schlagzeilen und eine Zusammenfassung der Ereignisse in Hongkong der letzten Woche. Die wichtigsten, urbanen Nachrichten der Woche im Weekly Urbanauth.

Stadt und Mensch

Wie muss Stadtplanung sein?

In einem Interview mit Mediapart sprach der Stadtplaner, Philosoph und Soziologe Richard Sennett über die Hürden des Städtebaus, damals wie heute. Sein neustes Buch untersucht die Beziehung zwischen Stadt und Leben um zu verstehen, ob Stadtplanung die Gesellschaft so darstellen soll, wie sie ist, oder ob sie diese ändern soll, und wenn ja, wie. In der Frage, inwiefern sozialer, bescheidener Städtebau im Dialog mit den Bewohnern bei gleichzeitiger Berücksichtigung des globalen Kapitalismus möglich ist, findet sich ein zentraler Punkt des Gesprächs. Er stellt fest, dass es, berücksichtigt man die Absichten der Stadtplaner, von der Planung zur Realität stets einen langen Weg gegeben habe. So ist es ein Paradoxon, dass ausgerechnet der reaktionärste der „Großen Generation“, Baron Haussmann, Straßen und öffentliche Räume schuf, die sozial gut funktionierten. Über die Jahrhunderte macht Sennett eine gemeinsame Beobachtung: Die Form einer Stadt bestimmt nicht die Lebensformen, die sie annimmt. Am deutlichsten ist dies bei der in den 1950er Jahren gebauten brasilianischen Hauptstadt Brasilia ersichtlich. Um die geplante Form herum entstand eine größere, ärmere, chaotischere aber auch sozialere und wirtschaftlich intensivere Stadt.

Zum Projekt Gare du Nord in Paris merkt Sennet an, dass es einerseits ein Symbol für die Kluft zwischen Stadtplanung und der Art und Weise, wie Menschen tatsächlich leben, darstellt. Andererseits sei es aber auch symptomatisch für die ständig wachsende Bedeutung des Kapitalismus und des Grosskapitals für den heutigen Städtebau. Das Projekt ist viel zu groß und passt nicht in die Nachbarschaft.

Exportgut Centre Pompidou – Made in France now in Shanghai

Wie die englischen Onlinemagazine TheArtNewspaper und deezen berichteten eröffnet zum 8. November in Shanghai eine Zweigstelle des Centre Georges-Pompidou. Im Xuihui-Distrikt mit seinen zwölf Vierteln zieht das Museum an die Wasserseite vom Huangpu-Fluss. Mit der lokalen Verwaltung und der West Bund Group entwickelt, kam die französische Kooperation zum ersten Mal 2007 zur Sprache. Das Gebäude, welches ein Seitenflügel des West Bund Museums ist, wurde von dem Architekten David Chopperfield entworfen. Bis 2025 sollen sich zeitgenössische westliche und asiatische Kunst im Centre Pompidou x West Bund Museum treffen.

Das ursprüngliche Centre Georges-Pompidou in Paris wurde 1977 im Herzen des Viertels „Le Marais“ eröffnet und von den Architekten Renzo Piano und Richard Rogers entworfen. Das Museum welches nach dem französischen Präsidenten Georges Pompidou (1969 – 1974) benannt ist, beherbergt neben TMOMA in New York und Tate in London die weltweit wichtigsten und größten zeitgenössischen Kunstsammlungen. Die Zweigstellen bieten dabei eine hervorragende Möglichkeit, die ansonsten nur zwischen-gelagerten Meisterwerke der Öffentlichkeit zu zeigen. In 2010 eröffnete in Metz ein erster Ableger, welchem 2015 dann der Nächste in Malaga, Spanien folgte. Neben dem Centre Pompidou x West Bund Museum wird 2020 ein weiterer Ableger in einer ehemaligen Automobil-Garage in Brüssel entstehen.

Die Banlieues von Paris zeigen ihre Kunstschätze!

Trésors des Banlieues“ – Schätze der Vororte, so heißt die Kunstaustellung welche am 4. Oktober im Vorort Gennevilliers, von Frankreichs Hauptstadt stattfindet. Bis zum 30. November werden 260 Kunstwerke aus über 50 Vororten von Paris ausgestellt. Der Öffentlichkeit werden die Werke in der Halles des Grésillons präsentiert. Von einer Vielzahl an Expressionisten wie Chagall zu zeitgenößischem Street Art mit Miss Tic, die Banlieues haben einiges zu zeigen. Auf zeitgenößische Kunst gerichtet, werden Werke von Ende 19. Jahrhundert bis in modernere Zeit ausgestellt. Um das Kernthema der industrialisierten Stadt wird dabei die Geschichte von Gennevilliers angesprochen. Die einst landwirtschaftliche, später dann von prekären Armutsvierteln geprägte Banlieue, kannte einen rasanten Wandel und steht heute kurz vor dem Zusammenschluss zum Grand Paris.

Die künstlerischen Strömungen von Vergangenheit und Gegenwart zu durchqueren, um zu versuchen, eine Antwort auf das zu skizzieren, was die Banlieues so einzigartig macht.

Noel Corret – Hauptkuratorin der Ausstellung „Trésors de Banlieues“

Die Instandsetzung der 1980 gebauten und leerstehenden Markthalle im Viertel „Les Grésillons“ oblag dem französischen Architekten Patrick Bouchain. Dieses Jahr mit dem Grand Prix d’Urbanisme für sein Lebensschaffen ausgezeichnet, ist der 1945 geborene eine Ikone der französischen Architektur. Neben seiner Teilnahme bei der Gründung der École nationale supérieure de Création industrielle (ENSCI-Les Ateliers) Anfang der 80er Jahre, ist er vor allem für seine menschennahe Herangehensweise bekannt, welche die Bewohner in den Prozess der Erneuerung von urbanen Räumen versucht miteinzubeziehen. Für die Gestaltung des Innenbereiches war das Kollektiv „Au fond à gauche“ verantwortlich, welche durch ihre Wahl von Schifffahrts-Containern an die Geschichte der Hafenstadt anknüpfen.

Nestkampf auf Kölns Schälsick-Seite: Dieselstraße 15

Nach den TuMalWat-Tagen in Berlin geht der Nestkampf weiter. Vom Osten Deutschlands in den Westen nach Köln-Kalk. Ein seit Jahren leerstehendes Haus auf der Schäl Sick-Seite Kölns wurde am dritten Oktober für zwei Tage besetzt. Die politische Besetzung der Dieselstraße 15 welche nach zwei Tagen von der Polizei geräumt wurde, ging von der Initiative „Nestkampf“ aus. Diese hatte Anfang Mai bereits zwei leerstehende Gebäude in der Loestraße mit Bannern behängt, um auf Gentrifizierung aufmerksam zu machen. Den Aktivisten zufolge stünden dort 120 Wohnungen leer. Während der Räumung der Dieselstraße 15 wurden 22 Personen in dem Gebäude von der Polizei angetroffen. Drei davon wurden anschließend auf eine Polizeiwache gebracht.

Hongkong – Ein Vermummungsverbot schürt die Wut

Vergangenen Samstag kam es wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit brennenden Barrikaden und Verwüstungen von sowohl Metro-Stationen als auch Geschäften. Aus diesem Grund waren einige Supermärkte geschlossen und die Metro für einen Tag außer Betrieb genommen worden.

Carrie Lam, Regierungschefin der Sonderverwaltungszone Hongkong, griff auf das Notstandsgesetz aus der Kolonialzeit zurück und sprach ein Vermummungsverbot aus. Dieses verbietet das Tragen von Masken bei Demonstrationen. Das von der Regierungschefin erlassene Gesetz wurde ohne Zustimmung des Parlaments erlassen. Carrie Lam kann mithilfe der Notstandsverordnung „Vorschriften jeder Art erlassen, die sie im öffentlichen Interesse für wünschenswert hält“.

Die pro demokratische Gruppierung in Hongkong hat das Gesetz zum Vermummungsverbot angegriffen und bewirkt, dass es gegen Ende dieses Monats vom Supreme Court richterlich überprüft wird. Demonstranten nutzen Masken, um zum einen unerkannt zu bleiben und sich zum anderen vor Tränengas zu schützen.

Die Regierung von Peking unterstützt Carrie Lam’s Vorgehen. Die seit über 4 Monaten andauernden Proteste finden aufgrund eines sehr umstrittenen Auslieferungsgesetzes statt und nehmen an Intensität immer weiter zu. So droht Carrie Lam inzwischen mit einem Einschreiten des chinesischen Militärs, sollte sich die Lage nicht bald entspannen.

Extinction Rebellion

Extinction Rebellion (kurz XR; englisch ‚Rebellion gegen das Aussterben’) ist eine weltweite, Klima-Bewegung, die sich mit Mitteln des zivilen Ungehorsams[1] gegen das Massenaussterben von Tieren und Pflanzen und
das mögliche Aussterben der Menschheit als Folge der Klimakrise und der Vernichtung von Lebensraum einsetzt.“

Ursprünglich kommt die Bewegung aus Großbritannien, hat allerdings aktive Ableger in vielen größeren europäischen Städten, sowie den USA, Canada und Australien. Mehrere hundert Umweltaktivisten von Extinction Rebellion haben am Samstag, den 05.10.2019 eine Shopping-Mall im Südosten von Paris besetzt, sie wollen damit auf die Untätigkeit der Regierung in Sachen Klimakrise aufmerksam machen. Das Einkaufszentrum „Italie 2“ im 13. Arrondissement solle so lange wie möglich besetzt werden, teilte Extinction Rebellion in Frankreich auf Twitter mit. Nach 18 Stunden wurde die Besetzung des Einkaufszentrums wieder abgebrochen. Die Besetzung fand gemeinsam mit der Bürgerbewegung „Verité pour Adama“ und Gilets Jaunes statt.

Am Samstag, den 05.10.2019 wurde in Berlin vor dem Kanzleramt ein Klimacamp errichtet. Dort sind tausende Menschen zusammengekommen. Es werden Vorträge, Workshops, Berichte von Betroffenen und Filmvorführungen gezeigt. Ab Montag wurde auch der Verkehr in der deutschen Hauptstadt behindert. Extinction Rebellion rief dazu auf, das Auto stehenzulassen. Forderungen der Gruppe sind unter anderem die Ausrufung des Klimanotstandes und die Reduzierung des CO2-Ausstoßes bis 2025 auf null.

Dies scheint jedoch nur ein Auftakt zu sein, denn ab dem 7. Oktober wurde weltweit zu zwei weiteren Protestwochen aufgerufen.

Dieser Artikel ist in Englisch und Französisch verfügbar.

Welche Nachricht hat dich diese Woche am Meisten interessiert? Nimm an der Diskussion teil und lasse uns einen Kommentar!

München: Die Neue Pinakothek schließt bis 2027

München: Die Neue Pinakothek schließt bis 2027

Die neue Pinakothek in München, eine emblematische Institution der süddeutschen Landeshauptstadt, schloss zu Beginn des Jahres seine Türen. Das Museum, in welchem man Werke von Vincent van Gogh, Gustav Klimt und Goya sehen konnte, benötigt dringend eine Renovierung.

So tropft bei starkem Regen Wasser durch das Dach, während die Wände mit Asbest, einem schadstoffhaltigen Werksmittel zur früheren Dämmung, versetzt sind. Und auch die Technik zur Lüftung und Klimatisierung der Räume sei dem Bayerischen Rundfunk zufolge veraltet, weswegen das Gebäude über 2025 hinaus geschlossen bleiben wird. Zum aktuellen Stand wird mit 2027 gerechnet. Die Finanzierung der Baukosten in Höhe von 220 Millionen Euro wurde vom bayerischen Landtag genehmigt.

Neue Pinakothek München: großer Besucherstrom und eine würdige Abschlussführung

Eine riesige Schlange an Menschen wartet am 30. Dezember vor dem Eingang der Neuen Pinakothek, um die Sammlung ein letztes Mal in ihrer ganzen Pracht zu sehen. (Urbanauth / VGO / München / 2019)

Um allen Kultur-Interessierten die Chance zu geben, sich von den Meisterwerken aus dem 19. Jahrhundert zu verabschieden, war der Eintritt vom 17. bis zum 30. Dezember frei. Dies führte zu einem riesigen Besucherstrom, welcher sich bereits um 11 Uhr morgens bis in die Barerstraße ausbreitete. Dieser verlagerte sich dann zum Teil auf die alte Pinakothek und den anderen Kulturräumen im Museumsviertel.

Der fürs Erste letzte Tag der Neuen Pinakothek wurde mit einer groß organisierten Abschiedsführung beendet. So gab zum Beispiel der Generaldirektor Professor Doktor Bernhard Maaz Einführung mit Skulpturen und Klassizismus bis Rodin, während die Kunstvermittlerin Doktor Alina Langer unter dem Motto „Unter der Sonne des Südens. Vincent van Gogh“, Interessierten die Möglichkeit gab, etwas über den Expressionismus zu erfahren.

Doch auf die wichtigsten Werke der Sammlung der Neuen Pinakothek muss nicht vollständig verzichtet werden. So werden einige Werke in der Sammlung Schack sowie im Ostflügel der Alten Pinakothek dem Publikum erhalten bleiben. Die anderen Werke werden voraussichtlich in anderen Museen der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen ausgestellt.

Dieser Artikel ist in Englisch und Französisch verfügbar.

Der Artikel wurde am 28.07.19 aktualisiert. (Eröffnungsjahr und Finanzierung, Quelle SZ)

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner